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Der Aufbau des 1. Studienjahres an der MUI

Der Aufbau des ersten Jahres Humanmedizin MUI

Anna

Studentin MUI

Hey, ich bin Anna und studiere seit Oktober 2020 an der Medizinischen Universität Innsbruck Humanmedizin. Wie der Start ins Studium abläuft und worauf ihr besonders Acht geben sollt, erfährt ihr in meinem Beitrag! :) Hier werde ich euch auch über den Aufbau des ersten Studienjahres näher berichten und Einblicke geben.

Der erste Tag an der MUI

Wie aufregend – noch monatelanger harter Arbeit hat man es endlich geschafft und hält den Zulassungsbescheid in seinen Händen. Den MedAT kann man getrost hinter sich lassen und mit voller Freude ins Studium starten! Sobald man jedoch die Zulassung bekommt, ändert sich einiges: Wie geht’s nun weiter? Was muss ich alles erledigen? Wo bekomme ich Hilfe?

Diese Fragen stellen sich vermutlich gerade viele von euch. Doch keine Angst: uns ist es auch allen so gegangen. Man fühlt sich etwas überrumpelt vom nun anfallenden Organisationsaufwand, aber bis zum Studienstart beruhigt sich das auch wieder.

Eine Woche vor Uni-Beginn wird man in die MUI eingeladen. Dort trifft man sich erstmals mit Kommillitonen und kann sich austauschen. Die Studienvertretung ist auch anwesend, gibt sehr viele Tipps und informiert euch über den Studienstart. Ich empfehle euch, auf www.skalpell.at nach dem „Ersti-Guide“ zu suchen – dort könnt ihr euch schon mal einen guten Überblick verschaffen und vielleicht auch schon einige Unklarheiten beseitigen.

Am ersten Unitag treffen sich dann alle Studierenden in der Fritz-Pregel-Straße zur „einführenden Vorlesung“. Hier stellen der Rektor und der Vizerektor die Universität und das Studium vor. Kleiner Tipp: nehmt euch einen Notizblock und Schreibsachen mit, um die wichtigsten Informationen mitschreiben und dann gut organisiert ins Studium starten zu können.

Der erste Studienabschnitt – 1. & 2. Semester

In Innsbruck werden die sechs Jahre Studium auf drei Studienabschnitte aufgeteilt. Der erste Studienabschnitt erstreckt sich über das 1. und das 2. Semester. Wenn man alle Praktika, Seminare und Prüfungen dieses Abschnittes positiv absolviert hat, hat man bereits die 1. Diplomprüfung in der Tasche. Wichtig ist, dass ihr das erste Jahr positiv abschließt, um überhaupt in den zweiten Studienabschnitt aufsteigen zu können. Aber später dazu mehr. Beachtet, dass ihr die Vorlesungen (Vormittag) freiwillig besuchen könnt. Für Praktika und Seminare (Nachmittag) hingegen gilt 100%ige Anwesenheitspflicht. Nun möchte ich euch die Module vorstellen, die man im ersten Jahr absolviert:

Modul 1.01 – Umgang mit kranken Menschen (UKM)

Über das gesamte erste Monat hört ihr euch sehr interessante Vorlesungen an. Dabei geht es unter anderem um Erste Hilfe, Notfallmedizin, Pflege und Anatomie. Das Modul schließt Ende Oktober / Anfang November mit einer eigenen Modulprüfung namens „UKM“ ab – aber keine Sorge: diese Prüfung ist sehr gut schaffbar und der Stoff ist auch für’s weitere Studium relevant! 🙂

Modul 1.02 – Bausteine des Lebens 1

In diesem Modul werden erstmals Themen zu Anatomie, Chemie, Physik, Genetik und Histologie vorgetragen. Im Dezember schreibt man dann eine Prüfung in Genetik – hier empfiehlt es sich, von Anfang an gut mitzulernen und den Stoff nicht zu unterschätzen. Außerdem kommt der Genetik-Stoff auch bei der Semesterprüfung nochmal dran und umso besser, wenn ihr ihn bereits gelernt habt.

Modul 1.03 und Modul 1.07 – Klinische und allgemeinmedizinische Falldemonstrationen (KAFD)

Ein sehr interessantes und wichtiges Fach! Hier stellen Allgemeinmediziner und Allgemeinmedizinerinnen ihren Berufsalltag vor und referieren über verschiedenste Themen (z.B. Suchterkrankungen, COPD, Notfälle, …). Leider wurde dieses Fach bei uns vorübergehend „gestrichen“, da es wohl einige Probleme mit den Vortragenden gab und somit wurde der Stoff auch nicht in der Semesterprüfung abgefragt.

Modul 1.04 – Propädeutikum Medizinische Wissenschaft

Dieses Modul stellt ethische und wissenschaftliche Themen vor. Teils sind die Vorträge sehr spannend und man betrachtet nach den Vorlesungen einige medizinische Themen aus einer anderen Perspektive. Und ein weiterer Bonus: bei der Semesterprüfung lassen sich aus diesem Modul leichte Punkte holen! 😉

Modul 1.05 – Basic Life Support (BLS)

Hier lernen die Medizinstudenten die Basisversorgungen und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Das Modul wird nachmittags als Praktikum abgehalten und schließt mit einer kleinen Praktikumsprüfung ab – aber alles halb so wild und das Praktikum ist seeehr lehrreich und man kann endlich mehr mit Kommillitonen interagieren. 🙂

Modul 1.06 – Bausteine des Lebens 2

Auch hier werden wieder die Fächer Anatomie, Biochemie, Biologie / Genetik, Histologie und Physik abgehandelt. Teils sind die Vorlesungen auch mit Praktika verbunden, die dann wiederum am Nachmittag absolviert werden (z.B. Physikpraktikum). Bei diesen Praktika muss man entweder Präsentationen halten, Arbeitsaufträge erledigen oder eine kleine Praktikumprüfung ablegen. Aber auch hier gilt wieder: alles halb so wild – das schafft man easy!

Eher stressig wird das Praktikum der Anatomie – auch genannt: „kleiner Sezierkurs“. Hier darf man sich die Anatomie des Bewegungsapparates an Körperspendern anschauen und erlernen. Im Sezierkurs werden dann zwei Assessments gehalten und somit der Stoff zum Bewegungsapparat abgeprüft. Auch wenn zum Sezierkurs sehr wilde Gerüchte kursieren: lasst euch davon nicht abschrecken – ja, es ist stressig und sehr zeitaufwendig – aber man kann das schaffen!

Semesterprüfung

Jedes Semester schließt mit einer großen Semesterprüfung ab (KMP). Hier wird alles abgeprüft, was in den Vorlesungen des Semesters vorgetragen wurde. Stoff von den Praktika und Seminaren wird nicht gefragt – denn dafür gibt es ja die Praktikumsprüfungen. Wichtig ist: meldet euch innerhalb der vorgegebenen Frist für die Semesterprüfung an, ansonsten dürft ihr erst beim Zweittermin wieder antreten. Außerdem müsst ihr beachten, dass alle Praktika und Seminare eines Semesters positiv beurteilt sein müssen, um sich überhaupt zur KMP anmelden zu können. Bedenkt auch, dass ihr erst in den zweiten Studienabschnitt aufsteigen dürft, wenn ihr beide Semesterprüfungen (sowohl KMP1a als auch KMP2a) positiv abgelegt hat.

Meine Tipps an die Innsbrucker Erstis

Informiert euch frühzeitig über anstehende Prüfungen, Praktika und Seminare. Haltet euren Stundenplan im Auge und teilt euch eure Zeit gut ein. Mangegement und Organisation ist die halbe Miete im Medizinstudium! Kommuniziert mit euren Kommilitonnen und tauscht euch aus. Stresst euch nicht zu viel und vergesst nicht, dass ihr immer noch Freunde und Familie habt, die gerne Zeit mit euch verbringen. Nehmt euch auch immer wieder mal eine kleine Auszeit und seid nicht zu streng mit euch.
Solltet ihr noch weitere Fragen zum Studium an der MUI haben, schreibt mir gerne auf Instagram an @anna_und_die_medizin! 🙂

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Medizinstudium an der Medizinischen Universität Innsbruck! Genießt diese Zeit und macht’s gut!

Eure Anna

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