MedAT Erfahrungsbericht: Wie ich den MedAT bestanden habe - MEDithappenSkip to content

Wie bereite ich mich am besten auf den MedAT vor?

MedAT Erfahrungsbericht: Wie ich den MedAT bestanden habe

Benan

7. Semester, Meduni Wien

Hier erzähle ich euch meinen Weg zum MedAT, meine Top-Tipps und was nach dem MedAT kam 🚀

Jeder, der einmal an der Medizinischen Universität Wien Medizin studieren will, stolpert früher oder später über den MedAT 😁 Lange dauert es auch nicht, bis man sich folgende Fragen stellt: Wie bereite ich mich sich am besten auf den MedAT vor? Wie setze ich mich gegen die Konkurrenz durch? Wie wird es wohl sein, wenn ich einen Platz an der MedUni Wien bekomme?

2017 ist es mir gelungen mich diesen Fragen zu stellen und mir einen Platz zu erkämpfen ☺️ Mittlerweile bin ich im 7. Semester und habe nach wie vor große Freude und Spaß am Studium. Nun liegt es schon ein Weilchen zurück, dass ich den MedAT geschafft habe. Also warum schreibe ich erst jetzt einen Blog zu diesem Thema? So wie es bei uns allen während der Pandemie geht, hatte ich mehr Zeit zum Grübeln und habe einige Erinnerungen Revue passieren lassen; mitunter sind auch einige Erinnerungen vom MedAT wieder hochgekommen. Jetzt habe ich lange genug, um den heißen Brei geredet – ich komme zum Punkt:

Meine Top 5 Tipps, um den MedAT zu bestehen

1. Verschaffe dir einen Überblick 🔍

Checkliste:

  • Was ist organisatorisch zu beachten?
    • Deadlines: Wann ist die Testanmeldung?
    • Wo möchte ich den Test machen?
    • Möchte ich mich für einen Vorbereitungskurs anmelden?
    • Möchte ich Probetests machen? (Erkundige dich rechtzeitig, damit du dir einen Platz sicherst)
    • Hier gehts zu den wichtigsten Terminen
  • Wie ist der Test aufgebaut? Rund um den Test:
    • Gibt es eine offizielle Stoffbegrenzung?
    • Aus welchen Teilen besteht der Test?
    • Wie sind die Kategorien gewichtet?
    • Kann ich schon vorab einschätzen welche Untertests mir leichter fallen?
    • Hier gehts zu den Infos zum Inhalt
  • Was sind meine Schwächen/Stärken auf den Teststoff bezogen?
    • Wie viel kann ich am Tag lernen?
    • Wie viel Vorwissen habe ich?
    • Wie viel Zeit plane ich für die Testvorbereitung ein? (-> Jeder lernt unterschiedlich und braucht dementsprechend unterschiedlich viel Zeit – lass dich von anderen Kollegen nicht verunsichern! Es ist in Ordnung, wenn du dich ein Jahr vorbereitest, wenn du einige Monate brauchst oder wenn wenige Wochen reichen!)

Hier kommst du zur MedAT-Seite der MUW, die weiterleitende Links hat: http://www.medizinstudieren.at

2. Fang an! Aber wie? 🧐 Das richtige Mindset:

Mein größtes Problem ist „Procrastination“ – dieses Problem teilen sicherlich auch einige von euch. (Bei mir ist es im Laufe des Studiums besser geworden!) Was hat bei mir dagegen geholfen? Ich habe mir vor Augen gehalten was mein Ziel ist: Ein Platz an der MUW! Was ich unbedingt vermeiden wollte, war nachträglich zu sagen:“ Ach, hätte ich doch bloß mehr gelernt!“, oder „Ich hätte noch 1-2 Wochen Testvorbereitungszeit gebraucht“. Wann habe ich nun begonnen zu lernen? Ich habe damals ab März Übungsbeispiele gemacht und den Stoff gelernt/regelmäßig wiederholt.

Wichtig: Ich hatte ab dem Zeitpunkt bereits alle meine Lernunterlagen – ich habe mir für den Wissensteil nichts mehr zusammengeschrieben/ausgearbeitet.

Das heißt der erste wichtige Step ist die richtige Einstellung zu haben! So wie Christina Yeng sagte: „Mind over Matter!“

3. So viel zu lernen?! 🤯 Wo fange ich an?

Du hast unsere Checkliste abgearbeitet und hast eine Liste mit der Stoffbegrenzung? Dann kann es losgehen! Mich kostete es mehr Überwindung mit dem Basiswissensteil zu beginnen. Grund dafür war die Literaturmenge. Es gibt „unendlich“ viele Bücher und in jedem Buch findest du unterschiedliche Informationen.

Mein Tipp: Leg dich auf ein oder zwei Bücher fest und wenn deiner Meinung nach, der Inhalt unzureichend ist, dann lies noch in einer zweiten Quelle nach! Ich verliere mich nach wie vor gerne in Details, wichtig ist dabei den roten Faden nicht zu verlieren! Das heißt: Verschaffe dir einen Überblick und decke alle Kategorien zuerst ab. Beim Wiederholen kannst du dich dann jedes Mal tiefer in die Materie einarbeiten!

4. Mentale Stärke, Rhythmus und Regelmäßigkeit

Ich habe bereits angesprochen, wie wichtig es ist, dass du mit deinem Kopf bei der Sache bist. Dadurch, dass der MedAT selbst sehr lange dauert, man früh vor Ort sein muss und für die meisten es eine Ausnahmesituation ist, liegen bei vielen Testanwärtern am Tag des Testes die Nerven blank.

Wie kann ich das vermeiden? Meine Tipps:

  • Ich habe meinen Schlafrhythmus so umgestellt, dass ich morgens früh aufstehen und vormittags lernen konnte.
  • Ich habe gewusst, dass ich nachmittags meine unproduktivste Zeit habe. Dementsprechend habe ich versucht, das auch umzustellen. Ich habe mich an die Zeiteinteilung wie beim MedAT gehalten. Vormittags lernen, eine Stunde Pause machen, nachmittags einige kognitive Übungen machen.
  • Am Nachmittag/ Abend habe ich mir genug Zeit genommen, um etwas Aktivität in den Alltag zu bringen oder mit Freunden etwas zu unternehmen. (Work-Life Balance muss stimmen 😉)

5. Wiederholung und Endspurt 🏃‍♀️

Das A und O für so eine Testvorbereitung ist Wiederholung. Je mehr man wiederholt desto besser ist man für den schlechtesten Fall gewappnet. Genau das war auch mitunter eines meiner Ziele bei der Testvorbereitung: Selbst an meinem schlechtesten Tag würde ich ein besseres Testergebnis als meine Mitstreiter erzielen; sei es aus Nervosität, Krankheit oder irgendeinem anderen skurrilen Grund – Nichts sollte mich aus der Bahn werfen können!

Knapp 2 Wochen vor dem Testtag ging mir das Übungsmaterial aus. Ich googelte und stieß auf MEDithappen! Ich hatte mitunter andere Unterlagen auch bestellt, um sicher zu gehen. Dennoch gaben mir die MEDithappen Übungsbücher die letzte Sicherheit, die ich brauchte. Ich habe die letzte Woche genutzt Übungsbeispiele mit Hilfe der MEDithappen-Bücher zu lösen; dabei habe ich die Zeit gestoppt, um besser einschätzen zu können, wie es tatsächlich beim Test ablaufen wird und habe wie bei einem Probetest alles durchgearbeitet.

Der Tag des Tests – Meine persönliche Erfahrung

Als ich aufwachte war ich so ruhig wie noch nie zuvor – die Ruhe vor dem Sturm? Ich war ausgeschlafen, meine (durchsichtige) Tasche war gepackt und ich war bereit. Ich verspürte ein Gefühl von Aufregung, Anspannung und etwas Nervosität, war, aber im Großen und Ganzen meiner Sache sicher. Ich hatte mich gut vorbereitet, das wusste ich. Nach einigen Bissen machte ich mich auf den Weg zur Messe. Als ich die Messe betrat kam tatsächlich etwas Freude in mir auf – klingt doch irre, oder? Aber ab dem Zeitpunkt habe ich gewusst, dass nichts mehr schiefgehen kann. Ich hatte, soweit es mir möglich war, mich nach bestem Gewissen vorbereitet. Ich kam zu meinem Platz; plauderte mit meinem Sitznachbarn und dann ging es mit Biologie los.

Wichtig: Lass dich an dem Testtag von deinen Mitstreitern nicht verunsichern oder nervös machen. Du weißt wieviel Arbeit, Zeit und Mühe du investiert hast – Jetzt heißt es alles geben!

Biologie, Chemie, Physik, Mathe – erledigt. Soweit konnte ich die Mehrheit der Fragen problemlos beantworten. So wie bei jeder Prüfung war ich mir bei ein paar wenigen Antwortmöglichkeiten nicht zu 100% sicher; die konnte ich schlussendlich mittels Ausschlussverfahren beantworten. Nun stand der letzte Teil des Vormittags an: Textverständnis.

Ich habe während des Lernens bemerkt, dass Textverständnis und Wortflüssigkeit meine größten Schwächen waren. In beiden Testabschnitten konnte ich mich leider nur minimal verbessern. Ich habe mich aber nicht davon verunsichern lassen, dass ich mir bei den beiden Testabschnitten schwerer getan habe. Ich habe nichtsdestotrotz mein Bestes gegeben. Dafür wusste ich, dass ich bei Figuren zusammensetzen, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Zahlenfolgen und Implikationen erkennen meistens fehlerfrei gearbeitet habe. Nach Textverständnis gab es endlich die wohlverdiente Mittagspause. Ich hatte ein dunkles Brot mit allen möglichen Körnern und Nüssen mit und etwas Obst. Im Innenhof habe ich frische Luft geschnappt, mein Mittagessen verschlungen, versucht mich zu entspannen und zu erholen.

Dann ging es auch schon mit dem kognitiven Teil weiter. Nach der Mittagspause war meine Anspannung verflogen. Ich wusste was auf mich zu kam – Die vielen Übungsbeispiele und die Prüfungssimulationen hatten mich darauf vorbereitet. Jetzt hieß es konzentriert bleiben und Fehler vermieden! So schnell ist dann auch der Nachmittagsteil vergangen. Als ich aus der Messe herauskam fiel mir allmählich auf wie anstrengend der gesamte Tag war. Ich bin Nachhause gefahren und fiel erstmals ins Bett. Jetzt hieß es abwarten…

Nach dem MedAT

Normalerweise hat man nach einer Prüfung ein Gefühl der Erleichterung. Nicht nach dem MedAT. Ich zumindest nicht. Ich hatte alles gegeben und ich wusste jetzt hieß es abwarten. Ich habe im Juli 2017 den MedAT gemacht. Wie mittlerweile jeder weiß, muss man nach wie vor einen Monat auf das Ergebnis warten. Das eine Monat hat sich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt. Kurzfristig beschlossen eine Freundin und ich nach Madrid zu fliegen. Einmal noch ein unbeschwertes Wochenende bevor die Ergebnisse veröffentlicht werden. Am Heimflug hatten wir einen Zwischenstopp in Frankfurt und da kam die Email. Da die WLAN-Verbindung unterbrochen wurde und das Boarding begonnen hatte, musste ich den ganzen Flug nach Wien abwarten. Nachdem wir gelandet waren, habe ich meinen Koffer geholt (wie ich so geduldig abwarten konnte, kann ich mir bis heute nicht erklären!) und erst danach habe ich nach meinem Ergebnis gesehen: Ein Platz an der MUW!!! 🤩 🥳

Die Freude war immens und hielt auch lange an. Doch eine Woche vor dem heißersehnten Unistart kamen auf einmal Selbstzweifel und Sorge auf: Was wenn ich vor lauter Testvorbereitung und Ehrgeiz verabsäumt habe mir über das Studium an sich Gedanken zu machen? Werde ich gut genug sein? 🤔 Ist es überhaupt das Richtige? Schaff ich das überhaupt? Kann ich überhaupt eine gute Medizinerin/Ärztin werden? Man würd sich denken etwas spät für solche Gedanken nicht wahr? Ich habe versucht diesen Zweifeln nicht viel Raum zu lassen. Ich wusste in einer Woche würde ich mir die Einführungsvorlesungen anhören. Mit diesem Gedanken konnte ich das Chaos in meinem Kopf beruhigen.

Mein erster Unitag 👩‍⚕️

Der Tag war gekommen: Meine erste Vorlesung an der Anatomie 🤓 Vor dem Gebäude standen bereits Höhersemstrige, die Ersti-Sackerl mit den wichtigsten Dingen, wie Kullis, Notizblöcke, Studo-Rabatte, Gummibärchen etc. austeilten. Als ich das erste Mal ins Gebäude trat und meine Kollegen sah verschwanden meine Sorgen. Dann hieß es einen Platz im Hörsaal finden und es ging los. Ab der ersten Vorlesung verschwanden auch nun endgültig meine Selbstzweifel. Ich hatte meinen Platz gefunden. Als Leser hast du wohl gemerkt, dass man eine Gefühlsachterbahn durchlebt: Von der Vorbereitung auf den MedAT bis zum Test und selbst noch danach! Mein letzter Tipp, wohl eher ein Ratschlag: Gib nicht auf! Wenn du dir sicher bist und es unbedingt willst wird es dir gelingen! Lass dich nicht entmutigen! 💪

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